Neßsand
Inselidyll auf Neßsand
Die längliche Insel, die zu drei Bundesländern gehört, wurde 1941 durch Sedimentaufspülungen aus den drei ehemals getrennten Inseln Schweinesand, Neßsand und Hanskalbsand zusammengefügt. Die Ausweisung des ca. 170 ha großen Gebietes als Naturschutzgebiet erfolgte für den Bereich im Kreis Pinneberg mit Verordnung vom 30.08.1952, für den Bereich im Landkreis Stade mit Verordnung vom 16.04.1980 und für den Bereich im Bezirk Altona/Mitte mit Verordnung vom 28.10.1952.

Durch den tideeinfluss können sich auf der Insel, direkt gegenüber des steilen Geesthanges in Wittenbergen, die verschiedensten Vegetationstypen: Trockenrasen, Auwald, Schilfgürtel und Schlickwatten ausbilden. Während man am nördlichen Ufer der Insel aufgrund der höheren Strömungsgeschwindigkeiten ein Sandstrand vorfindet, befinden sich am Südufer ausgedehnte Schlickwatten und Röhrichtbestände. Die verschiedenen Inselbereiche können sich in Ruhe entfalten, da der Zutritt auf die Insel nicht gestattet ist.

Auf der Insel wächst der Wasserschierlingsfenchel und die Wiebelschmiele, welche weltweit einzigartig nur hier an der Tideelbe vorkommen. Aber auch für Vögel ist die Insel ein bevorzugtes Refugium. So findet man hier die Brandente und den Graureiher. Im Frühjahr und Herbst kann man hier Löffelenten und Krickenten beobachten. Weiterhin sind viele Insekten, Käfer und Spinnen im Bereich der Trockenrasengebiete und des Auewalds zu finden.
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