Durch die Schaffung von zusätzlichem Tidepotenzial oder Flutraum wird das hydraulisch wirksame Volumen, welches am normalen Tidegeschehen teilnimmt vergrößert. Dabei handelt es sich um neu geschaffene Flächen, die bereits bei Niedrigwasser Wasser führen und an die Tideelbe angeschlossen sind. Für die einlaufende Tidewelle steht somit zu Beginn der Flutphase, in der die Strömungen maximal sind insgesamt ein größerer Querschnitt zur Verfügung, wodurch die Strömungsgeschwindigkeiten reduziert werden. Weiterhin steht durch die Schaffung neuer Flachwasserbereiche mehr Tidevolumen zur Verfügung, so dass das mittlere Tidehochwasser (MThw) weniger hoch aufläuft. Während der Ebbphase führt der Nachlauf aus den Gebieten dazu, dass das mittlere Tideniedrigwasser (MTnw) angehoben wird. Durch die Schaffung von Tidepotenzial können die Wasserstände und damit auch die Strömungen positiv beeinflusst werden.
