Westerweiden
Das ca. 70 ha große Naturschutzgebiet „Westerweiden" liegt am westlichen Ortsrand von Finkenwerder nördlich der Alten Süderelbe. Charakterisiert wird das Gebiet durch großflächige, zusammenhängende Feuchtwiesen, Tümpel und nasse Senken sowie zahlreiche Wiesenvögel und die typische Weidenlandschaft. Im Süden schließt es direkt an das NSG „Finkenwerder Süderelbe" an.

Die Grünlandflächen des NSG Westerweiden sind von zahlreichen Gräben durchzogen und werden extensiv bewirtschaftet. Seit 800 Jahren werden diese saftigen Wiesen und Weiden bereits für die Pferde- und Rinderhaltung genutzt. Die Beweidung gewährleistet, dass in Hamburg gefährdete Pflanzenarten wie Kammgras, Milder Knöterich und Bleicher Ehrenpreis hier einen geeigneten Lebensraum finden. An den Gräben, die das Grünland durchziehen, finden sich seltene Arten wie Schwanenblume, Spreitzender Wasserhahnenfuß und Holunderblättriger Baldrian. Eine große Bedeutung hat das Gebiet außerdem für die Bestände an brütenden Wiesenvögeln und die im Winter rastenden Weißwangen-, Grau- und Bläßgänse, die das Gebiet seit dem Jahr 2000 für sich entdeckt haben. Im Winter finden sich mittlerweile so viele Grau- und Nonnengänse ein, dass den Westerweiden sogar nationale Bedeutung als Rastgebiet zugesprochen wird. Darüber hinaus lassen sich zahlreiche weitere Vögel wie Kiebitze und Feldlerchen beobachten und auch Fischadler auf dem Durchzug rasten hier. Außerdem ist die Artenvielfalt an Nachtschmetterlingen in den beiden zusammenhängenden Naturschutzgebieten NSG „Westerweiden" und NSG „Finkenwerder Süderelbe" hervorzuheben. Diese kommen hier mit mehr als 300 Arten vor. Der Seefrosch als typischer Bewohner von Flussauen hat hier mit ca. 150 Tieren die größte Population Hamburgs.

Betreut wird das NSG durch die Stadtteilgruppe Süd des NABU - Hamburg. Einen guten Überblick über die Westerweiden erhält man vom Neß Hauptdeich aus.
Suchbegriff: