
Die Tideelbe heute mit vergleichsweise wenig Möglichkeiten zur Tideenergie-dämpfung [Quelle: HPA]
Vor diesem Hintergrund wurde im Mai 2005 die verwaltungsübergreifende Projektgruppe Strombau von der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord (WSD) und der Hamburg Port Authority (HPA) gegründet, welche sich eingehend mit den Ursachen befasste und Maßnahmen für einen Bericht für ein abgestuftes mittel- bis langfristiges ganzheitliches Strombau- und Sedimentmanagementkonzept entwickelt hat.
Aus den bisherigen Erkenntnissen lassen sich die durch die PG Strombau vorgeschlagenen Maßnahmen in 4 Kategorien aufteilen:
Alle diese Maßnahmen haben zum Ziel, die Tideenergie zu dämpfen, um den nachteiligen Entwicklungen der Wasserstände entgegenzuwirken, den Tidehub zu reduzieren, das Tideniedrigwasser anzuheben und somit den stromauf gerichteten Sedimenttransport zu reduzieren.
Zu den Maßnahmen, zählen insbesondere Maßnahmen, die die natürliche Strukturvielfalt fördern. Damit werden in der Regel auch naturschutzfachliche Ziele erreicht. Zur Dissipation von Tideenergie eignen sich vorwiegend Flachwasserbereiche und verzweigte Prielsysteme. Zu den übrigen Strombaumaßnahmen, die das Transportgeschehen in der Tideelbe beeinflussen können, zählen Strombauwerke (Unterwasserablagerungsflächen, Sedimentfallen, Leitdämme), Uferschutzmaßnahmen (Ufervorspülungen, Buhnen, Stacks), die Oberwassersteuerung am Wehr Geesthacht, sowie die gezielte Resonanzbeeinflussung von Obertiden.
Erste Ergebnisse der 3D-hydromorphodynamischen Berechnungen der Bundesanstalt für Wasserbau (BAW) haben gezeigt, dass insbesondere die verschiedenen Szenarien zur Flutraumschaffung einen deutlichen Effekt auf die Wasserstände haben. Der Tidehub wird durch solche Maßnahmen reduziert und damit auch die Flutstromdominanz.
| Weiterführende Informationen |
Vortrag der PG Strombau (Symposium 2006) Veröffentlichung der PG Strombau (Tagungsband zum HTG-Kongress 2007) |
