Die Tideelbe ist nicht nur die seewärtige Zufahrt zum Hamburger Hafen, sondern ein wertvoller und einzigartiger Lebensraum, der eine Vielzahl von Funktionen und Akteuren beherbergt.
Tideflüsse im Europäischen Vergleich

Als seewärtige Zufahrt zum Hamburger Hafen kommt der Tideelbe eine besondere Bedeutung zu. Aktuell wird eine weitere Vertiefung der Tideelbe diskutiert, um die Zukunft des Hamburger Hafens zu sichern. Solche Vorhaben sind oftmals ein Balanceakt zwischen wirtschaftlichen Interessen und naturschutzfachlichen Zielen. Jedoch muss das Eine nicht zwangsläufig zu Lasten des Anderen zurückstecken. Dies geht auch aus dem von der HPA und WSV gemeinsam erstellten Tideelbekonzept hervor, welches auf dem Symposium im November 2006 vorgestellt wurde.

Ein Blick hinüber zu unseren Europäischen Nachbarn zeigt, dass hier ganz ähnliche Herausforderungen zu bewältigen sind. Daher rührt die Idee ein Europäisches Networking Projekt zu initiieren. Im Rahmen des laufenden Interreg - Programms werden solche Aktivitäten von der EU gefördert. Dabei geht es insbesondere darum, sich mit anderen Partnern auszutauschen und voneinander zu lernen. Um die Übertragbarkeit der Erfahrungen zu gewährleisten, werden in dem Projekt Tideflüsse betrachtet, welche als Schifffahrtsweg zu einem großen Hafen genutzt werden, in denen ein beträchtlicher Tidehub vorherrscht und damit auch hohe Anforderungen an das Sedimentmanagement gestellt werden. Als Partner an Bord sind Häfen, Umweltbehörden und Wissenschaftler von der Elbe, Weser, Humber, Themse, Schelde und Seine. Ziel des TIDE-Projektes ist es Bausteine für zukünftige Managementpläne zu liefern in denen sowohl wirtschaftliche und naturschutzfachliche Interessen verankert sind, um die vielfältigen Funktionen von Tideflüssen langfristig zu erhalten.

Weiterführende Informationen
TIDE - Website
Suchbegriff: